Anleitung: Joghurt selber machen mit Maschine

Anleitung: Joghurt selber machen mit Maschine

Milch, Joghurtkulturen, Wärme und Ruhe. Mehr benötigt man tatsächlich nicht, um den eigenen Joghurt zuhause selbst herzustellen. Das es wirklich so einfach ist, hätte ich früher nie gedacht. Aber man lernt nie aus. Mit unserer Schritt für Schritt – Anleitung zeigen wir Ihnen wie Sie ganz leicht Ihren Joghurt mit Maschine selber machen können.

Joghurt selber machen mit dem Joghurtbereiter – So geht’s

Bevor wir mit der eigentlich Zubereitung loslegen, sollte wir uns noch um ein Paar Zutaten und Zubehör kümmern.

Zutaten für 1 Liter Milch:

  • 1 Liter Milch 
  • Joghurtkulturen als Joghurtferment oder ca. 150 g guten Bio Naturjoghurt

Ein paar Küchengeräte und Hilfsmittel:

  • Joghurtbereiter
  • Topf zum Erwärmen der Milch
  • Küchenthermometer
  • Kochlöffel oder Hilfsmittel zum Umrühren
  • Verschließbare Gläser bzw. Joghurtgläser

1. Auswahl der richtigen Geräte und Zutaten

Die Zubereitung mit einem Joghurtbereiter erfordert natürlich zunächst ein zuverlässiges Gerät mit genügend Kapazität. Eine Auswahl unserer Favoriten finden Sie in unserem Joghurtbereiter Test.

Für das Erhitzen der Milch ist ebenfalls ein Küchenthermometer empfehlenswert, damit die Temperatur immer im Blick bleibt und nicht zu stark erwärmt wird.

Sie können Frischmilch aber auch H-Milch verwenden. Frische Milch, wenn möglich auch vom Bauernhof um die Ecke, ist in der Regel Geschmacksintensiverund macht daher den besten Joghurt. 

H-Milch oder schon wärmebehandelte Milch erleichtert hingegen die Vorbereitung, wie Sie im nächsten Schritt noch erfahren werden.

Bei den Joghurtkulturen haben Sie zwei Möglichkeiten:

  1. Sie verwenden isolierte Joghurtkulturen z.B. in Pulverform oder
  2. einen Naturjoghurt.

Achten Sie bei einem Naturjoghurt darauf, dass er den gleichen Fettgehalt wie die Milch hat. Es ist wichtig, dass der Naturjoghurt noch lebende Kulturen enthält. In der Regel sollte das auch so sein. Sicher ist man aber erst, wenn das impfen der Milch geklappt hat.

Die Joghurtkulturen als Ferment sind daher die etwas zuverlässigere Variante meiner Meinung nach.

Ihren Joghurt können Sie später pur, mit saisonalen Früchten oder ganz nach Ihren Vorlieben genießen.

2. Die Vorbereitung der Geräte und Zutaten

Bevor wir uns an das eigentliche Joghurt selber machen mit der Joghurtmaschine begeben, sollten noch ein paar Vorbereitungen treffen.

Die später verwendeten Joghurtgläser sowie die Milch müssen sterilisiert werden. Denn Fremdkeime verändern den Geschmack oder verderben den Joghurt schneller.

Um die Joghurtgläser von fremden Mikroorganismen zu befreien, genügt es einfach sie mit kochendem Wasser gut auszuspülen.

Bei der Milch hängt es davon ab, welche Art verwendet wird. H-Milch wurde bereits hoch erhitzt und ist somit keimfrei. Das heisst, diese kann direkt verwendet werden. 

Das gleiche gilt häufig auch für pflanzliche Milch wie Sojamilch. Diese wurde in der Regel vorher auch pasteurisiert und ist daher praktisch keimfrei.

Frische Milch oder generell auch pflanzliche Milch, die nicht wärmebehandelt wurde, sollte hingegen vorher auf 90°C erwärmt werden.

Achten Sie darauf, dass die Milch nicht heißer wird, da sonst wertvolle Inhaltsstoffe zerstört werden können. Ein Küchenthermometer hilft die richtige Temperatur zu treffen.

Anschließend lassen Sie die Milch auf ca. 35°C – 40°C abkühlen. Das ist die ideale Temperatur, um die Milch im Anschluss mit Joghurtkulturen zu impfen.

TIPP: Zum schnelleren Abkühlen kann der Topf beispielsweise in ein kaltes Wasserbad gestellt werden.

3. Impfung der Milch mit Joghurtkulturen

Damit aus der flüssigen Milch ein leckerer Joghurt wird, muss eine sogenannte Fermentation stattfinden. Dazu benötigt es in erste Linie Bakterien.

Für unseren Zweck nutzen wir dazu aktive Milchsäurebakterien. Diese erhalten Sie entweder als Joghurtferment in Pulverform oder Sie nutzen einen guten Naturjoghurt.

Das anschließende Impfen funktioniert aber dann identisch. Impfen bedeutet in dem Fall nichts anderes, als dass die Milch mit den Milchsäurebakterien oder Joghurtkulturen vermischt wird. 

Bevor das geschieht, sollte die verwendete Milch noch auf Körpertemperatur (ca. 35 – 40°C) erwärmt werden.

Zusammgefasst also zunächst die Milch erwärmen und dann die Joghurtkulturen untermengen.

TIPP: Damit der Joghurt stichfest wird, kann noch ein wenig Magermilchpulver (ca. 2-3 Teelöffel pro Liter Milch) mit eingerührt werden. Achten Sie darauf, dass alles hinterher schön gleichmäßig eingerührt ist und sich keine Klümpchen gebildet haben.

4. Der Joghurtprozeß

Damit der Joghurt gelingt, muss er nun mehrere Stunden bei Wärme ruhen. Viele Joghurtbereiter habe dafür eine automatische Temperaturregelung im Bereich von 40°C sowie eine praktische Zeitschaltuhr.

Füllen Sie zunächst die vorbereitete Milch in die sterilisierten Gläser um und stellen diese anschließend in den Joghurtbereiter.

Joghurt selber machen mit Joghurtbereiter
Joghurt selber machen mit dem Joghurtbereiter

Dass die Milch mit den Kulturen ruhen soll, bedeutet hierbei auch wirklich absolute Ruhe und keine Erschütterung. Schon das kleinste Wackeln kann den Prozeß unterbrechen und der Joghurt wird nichts.

Daher achten Sie bei der Aufstellung der Joghurtmaschine auf einen entsprechenden ungestörten Ort.

Nach ungefähr 8 – 12 Stunden Reifezeit ist der Joghurt in der Regel fertig.

5. Joghurt kühlen

Der Joghurt hatte nun genug Zeit um zu reifen und ist hoffentlich perfekt gelungen. Im nächsten Schritt kommt der Joghurt in den Kühlschrank. 

Das wirkt sich positiv auf die Haltbarkeit aus. Bei Bedarf kann der fertige Joghurt vorher noch in andere Gläser umgefüllt werden. Damit die Haltbarkeit nicht beeinträchtigt wird, achten Sie darauf das Sie hier auch wieder keimfreie Behältnisse und Hilfsmittel (Löffel etc..) nutzen.

Wer noch etwas Geduld hat, der kann dem Joghurt noch ein wenig mehr Ruhe während der Kühlung gönnen.

Dadurch entfaltet sich das Aroma besser.

6. Den Joghurt genießen

Wenn Ihr Joghurt nun alles Schritte durchlaufen hat, hoffen wir das Sie mit dem Ergebnis zufrieden sind.

Wir wünschen viel Spaß beim Genießen!

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